Ich arbeite mit Farbe und mit Worten.
Beides kreist um dasselbe: wie Zeit sich in Schleifen bewegt, wie der Körper erinnert, was der Kopf vergisst.
Das ist meine Weise, kreativ zu sein. Seriell, in Abfolge, so funktioniert auch meine Erinnerung, wie ein Film. Protokollierend, was sich ereignet. Eng am Körper, nahe an den Gefühlen. Malen und Schreiben und Leben aus derselben Wurzel heraus.
Die Wut der Demeter
Sechs Zeichnungen, 6. Juli 2026
Demeter, Göttin des Korns, lässt die Erde unfruchtbar werden, als ihre Tochter verschwindet. Nichts wächst, solange sie zürnt.
An einem Nachmittag im Juli entstanden sechs Blätter, jedes mit seiner Uhrzeit: 12:17 bis 14:21. Sie folgen einer Bewegung – vom stummen Entsetzen zum Schrei, von der verschlossenen Truhe zur Wand voller Rot, von der rissigen Erde zum Samen, der darin liegt.
Die Umsetzung in Acryl auf Leinwand ist in Arbeit.